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TRENDS 2009 EDITORIAL 
Rutschen im 2009...

Letztes Jahr war an dieser Stelle im Titel zu lesen: «2008 wird kaum ruhiger.» Das muss dann wohl in der Retrospektive als ein klitzekleines bisschen untertrieben taxiert werden. Aber nachher ist man ja immer schlauer, oder? Die meisten jedenfalls. Neben den Prognosen, welche wir in der Trendausgabe 2008 wagten (und die sich bewahrheitet haben, notabene), kam zu allem Übel noch die Finanzkrise hinzu, welche die Entwicklung in der Wirtschaft generell und im Mediengeschäft im Besonderen beschleunigt hat und weiter beschleunigen wird. Die Erkenntnis eines nötigen Strukturwandels wurde lange Zeit durch spriessende Erlöse bei den Stellenanzeigen kaschiert; und die Notwendigkeit eines Strukturwandels wird sich weiter und rasant verschärfen. Unsere Autoren haben Prognosen aus der Branche gesammelt, wie das nächste Jahr für die Werbewirtschaft ausschauen könnte, und sie zeigen Veränderungen auf, welche das Jahr 2009 bestimmen werden. Abgesehen vom Online-Bereich gibt es nicht wirklich Gutes zu berichten. Christoph Walther schreibt in Anspielung auf Jeremias Gotthelf von «Seuchen und Krankheiten, die über das Land ziehen und den einen oder anderen dahin raffen». Und auch wenn nichts gegen «Gott helf» einzuwenden ist, bleibt zu hoffen, dass die Branche die Krise aus eigener Kraft meistern und gestärkt daraus hervorgehen wird. Denn kurzum: Im Jahr 2009 wird sich die schweizerische Medienlandschaft massiv verändern.
So wird, und das zeigen ebenfalls sämtliche Parameter, die Verschiebung zu Online weiter anhalten. Hier wird die grosse Herausforderung sein, die Modelle und Projekte in Geld umzumünzen. Geld, das dem klassischen Mediengeschäft fehlt und vermehrt fehlen wird. Auch wenn ein eigentlicher Run ins Internet festzustellen ist - und das ist diesmal keine Blase -, die Margen sind weit kleiner als im klassischen Mediengeschäft. Es wird also nicht ganz einfach werden, die fehlenden Erträge zu kompensieren.
Aber lesen Sie selbst, was Fachleute und Branchenkenner für 2009 erwarten. Es wird ein anspruchsvolles Jahr, es wird ein Jahr der Veränderungen und eines enormen und noch höheren Tempos. Und ein «guter Vorsatz» beim Jahreswechsel sollte wohl sein, nicht allzu lange weiterzurutschen nach dem Jahreswechsel... Und sollten Sie zwischendurch doch mal ein wenig straucheln, nehmen Sie dieses Heft zur Hand, denn Sie finden darin nicht nur Zahlen und Fakten zum Markt, sondern auch die eine oder andere Anregung für strategische Fragen, die Sie sich vielleicht bereits stellen oder bald werden stellen müssen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben, dass Sie 2009 zwischendurch etwas Tempo rausnehmen, mal einen Schritt zurück treten können und es schaffen werden zu relativieren, den Fokus auf andere Dinge zu legen als auf Medien. Denn es gibt nun wirklich Wichtigeres als die Medienbranche, auch wenn diese weiterhin spannend bleiben wird, das Universum ist sie nicht...

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